Kalvehave zu verlassen war ich nicht traurig. Der Ort ist doch ziemlich öde. Bei guter Wettervorhersage war Kopenhagen das Ziel. Hierzu musste ich durch die Stegebucht und den Bögestrom. Ich Pack unten in die Medien mal ein Bild von der Seekarte, dann ein Bild von den Plottern. Das sieht ein wenig einstand aus. Ganz besonders, wenn der Orca Beim Autorouting schlicht verweigert hier einen Kurs durch zu legen. Orca bestand darauf mich südlich um Möns Klint herum zu schicken, ein Umweg von circa 20 Meilen. Aber auf der Seekarte ist ein kleines Fahrwasser eingezeichnet, also bin ich es gefahren. Das ging dann auch sehr gut, ohne jede Grund Berührung. Dennoch war ich vorsichtig und bin hier Mut, Voort und nicht gesegelt. Man muss sich doch von Tonne zu Tonne hangeln.
Dann mit schöner Backstagsbrise nach Norden. Zum Teil mit 7,8 Knoten auf der Logge. An Stevens Klint schläft der Wind kurz ein, so dass ich dachte, weiter Motoren zu müssen. Kam aber gleich wieder und wurde im Laufe des Tages immer mehr.
Stevns Klint ist der kleine Bruder von Möns Klint. Nicht so hoch, aber auch sehr schön. Besonders Eindruck soll die Kirche, die durch umfangreiche sicherungsbauten am Abstürzen gehindert wird.
In der Köge Bucht nahm der Wind immer weiter zu, so dass ich zunächst das erste Reff, später dann auch das Zweite Reff einbinden musste. Trotzdem wo ich immer noch mit sechseinhalb Knoten, inzwischen am Wind nach Norden. Als ich in dem Meerenge vor Kopenhagen und Dragör kam noch mehr zu und nur noch drei zum Teil zweieinhalb Knoten Fahrt. Es setzte ein ordentlicher Gegenstrom. Die ETA auf dem Navi wurde immer später. Egal, mit Motor wird es auch nicht schneller gewesen also Schoten, dicht und weiter.
Gegen 17:30 Uhr bin ich dann in der Marina Margarethen Holm, direkt neben der eindrucksvollen Müllverbrennungsanlage in Kopenhagen angekommen. Auf dem Dach dieser Müllverbrennungsanlage kann man wandern und im Winter Skifahren. Es gibt sogar einen Lift.
Ich habe mir dann noch die Essensreste von gestern etwas erweitert und warm gemacht, ein Bier gezwungen und bin dann mehr weniger ruckartig eingeschlafen.
Heute wird Kopenhagen erkundet.







