Die Nacht vor Anker war ruhig. Es ging zwar noch ein paar Regenschauer durch, aber kein Wind, und der Anker hielt.
Am Morgen bin ich dann bei leichtem Wind den engen Weg um die Insel Orust gesegelt und dabei an nee Werdt vorbeigesegelt auf See Oal vor 38 Jahren gebaut wurde. Auch sah ich muttergrasende Wiegen oder Urzeitrinder, die überhaupt keine Notiz von mir nahmen. Was mich wundert, ist, dass alle anderen den Wind nicht nutzten und mit Motor gefahren sind, aber ich habe es ja nicht eilig.
Gegen Ende der Urrundung kam ich dann durch ein ziemlich schmales Fahrwasser, wo der Wind tatsächlich nicht mehr ausreichte, um mich gegen den Strom, der locker drei bis vier Knoten betrug, zu bewegen.
Mein nächstes Ziel war dann die Insel Gulholmen. Gegen Ende der Tour legte der Wind natürlich zu, und es kamen wieder Schauerböen, sodass das Anlegemanöver, diesmal Gott sei Dank längsseits, bei Regenschauern und starkem Wind erfolgte, aber auch hier ist nichts kaputtgegangen.
Gullholmen ist so ein bisschen wie die Bullerbü gewordene Insel. Extrem viele Häuser, angeblich die am dichtesten besiedelte Insel Schwedens. Viele nette Perspektiven, einfach kuschelig. Ich habe eine ganze Menge Fotos gegametes
Abends war ich dann noch im Supermarkt, der eine für mich völlig neue Variante des Verkaufs hatte. Wenn man die App hatte, konnte man mit der App die Ladentür öffnen, sich alles aus dem Regal holen, mit der App bezahlen und dann wieder rausgehen. Es war kein Personal im Supermarkt. Ich hatte natürlich keine App und habe so lange rumgepoltert, bis dann doch ein verschlafener Mitarbeiter kam, der mir sagte, dass nichts zu verkaufen wäre. Aber er war dann gnädig und sagte, wenn ich morgen noch da bin, kann ich auch morgen zahlen, was ich dann auch getan habe. Abends kam dann noch einigermaßen heftiger Schauer, und ich habe mich in meinem Cockpitzelt verkrümelt.
Heute war dann sehr viel Wind aus Nord, die Richtung in die ich eigentlich segeln wollte, sodass ich einfach hier geblieben bin. Ich habe die Fähre nach Orist genommen und mir dort in Ellös die Hallberg Rassy Werft angeguckt. Das sind eigentlich auch sehr, sehr schöne Schiffe. Eindrucksvoll war die 69-Fuß-Variante, die hier im Hafen lag. Ich persönlich würde es gerne etwas kleiner haben. Meine Wahl würde auf die 34-Fuß-Variante fallen. Die unterscheidet sich aber auch nicht sehr von Opal, sodass ich einfach weiter segeln werde und die benötigten 350.000 € behalte.
Den Tag beschloss ich mit einem erneuten Spaziergang über die jetzt sonnenbeleuchtete Bullerbü-Insel und einer Caprese zum Amend.













