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Von der Paradiesbucht bin ich nach Kragere gesegelt. Die Segelei war unspektakulär und angenehm. Der Weg führte vorbei an Jomfru-Land, was mir als Ziel empfohlen wurde, sowie an vielen kleinen Schären mit wunderbaren, hübschen kleinen Häuschen drauf. Die Norweger machen das schon richtig. Leider fährt zu jedem dieser kleinen Häuschen auch ein Motorboot, mal größer, mal kleiner, aber fast immer Vollgas, sodass es ein ganz schönes Geschaukel war.


In Kragerö angekommen, zeigte sich, dass die Norweger gerne Fußball als sozialen Event ansehen und zusammen im Public Viewing das Spiel gegen Brasilien sehen wollten, sodass der Hafen völlig voll war. Gott sei Dank fand ich noch einen Platz in einem Päckchen auf der Außenseite der Hafenmole, wo ich festmachen konnte. Hier war es zwar ganz schön schaukelig, aber ich war fest.


Ich machte einen kleinen Spaziergang durch Krageröhe. Kam in eine ganz hübsche Stadt, jedoch wirklich auch voller Touristen und voller Touristenläden, aber es gab einen wunderbaren Mini-Supermarkt, wo es frische Krabben gab, die ich erst mal im Cockpit verdrückte.


In meinem Cockpit saß ich und sah, wie eine alte Ketsch mit deutscher Flagge in den Hafen einlaufen wollte. Das Schiff kannte ich: Das gehört Jan Pietrer und Angelika, Bekannte aus aus Kiel, die ich schon häufiger in der dänischen Südsee getroffen habe. Diese fanden mit ihrem relativ großen Schiff keinen Platz in diesem Hafen, aber bei meinem Spaziergang habe ich gesehen, dass auf der anderen Seite der vorgelagerten Insel noch ein paar Liegeplätze waren und habe sie dorthin geschickt.


Später bin ich dann zu Ihnen gegangen und wir haben einen netten Abend miteinander verbracht. Auf den nächsten Tag verbracht wir gemeinsam, mit unseren Klapprädern machten wir eine einen Ausflug mit der Fähre auf die Nachbarinsel Skaatö, wo wir mit den radeln die Insel erkundeten.

Nach dem Ausflug zeigte uns Angelika noch ein uriges Geschäft, in dem man wahrscheinlich jeden nautisch assoziierten Trödel kaufen kann den es gibt. Das Geschäft ist riesengroß, und Teile sind gestaltet wie ein altes Segelschiff unter Deck. So was habe ich noch nie gesehen. Man weiß nicht, ob man sich in einem Museum oder in einem Laden befindet. Der Laden war auch gut besucht, allerdings habe ich nicht gesehen, dass jemand etwas gekauft hat. Wäre ich die Stadtverwaltung von Kragerö, würde ich so einen Laden einfach durchsponsoren, denn er ist ein absoluter Publikumsmagnet. Abends haben wir dann zusammen Spaghetti gegessen und dann am nächsten Tag weiter nach Riesör zu Segeln. Mal sehen, ob das auch so voll ist oder mal da ein Liegeplatz bekommt.

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