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Heute 20 bis 22 Knoten achterlichem Wind, 7 Stunden knapp 40 Meilen nach Kristiansand gesegelt. Wunderbare Segelei, nur sehr, sehr schaukelig. Ich habe probiert, davon ein paar Bilder und Videos zu machen, die das zeigen, aber ich bin nicht sicher, ob das gut funktioniert.


Kristiansand ist eine nette, mittelgroße Stadt, von der aus viele Segler in Richtung Nord-Dänemark abbiegen und auch ein paar Fähren losfahren. Eindrucksvoll: eine blutrote Katamaranfähre, die mit 30 Knoten aus dem Sund geschossen kommt. Hier möchte man nicht vor den Bug kommen.


Der Hafen in Kristiansand ist sehr modern. Und hatte noch einige freie Liegeplätze. Mit dem Radel erstmal ein bisschen die Stadt erkundet. Die Wasserfront erinnert ein bisschen an Oslo, nur in kleiner. Hier steht ein wunderbares Opernhaus, ein berühmtes Museum (Kunstsilo), architektonisch anspruchsvolle Neubauten direkt am Wasser mit hölzernen Decks, auf denen man um die Häuser laufen kann. Zwischendurch Restaurants und Eisdielen.


Es ist sowieso erstaunlich, wie viele Eisdielen man in Norwegen findet. In einem kleinen Dorf mindestens vier, in einer mittelgroßen Siedlung wahrscheinlich 20. Alle Eisdielen haben gut zu tun, vor vielen finden sich lange Schlangen. Ich weiß nicht, ob die Norweger auch im Winter Eis essen oder ob das Geschäft der paar Sommerwochen ausreicht, um diese zum Teil üppigen und gut eingerichteten Eisdielen zu finanzieren. Vielleicht sind die Eiskugeln deshalb so teuer. Man zahlt für eine Kugel zwischen 3 und 6 €.


Hier gab es noch einen angeblich sehr gut ausgestatteten Schiffsausstatter, bei dem ich am Montagmorgen noch 20 m Ankerkette gekauft habe, um meine 30 m zu verlängern. 20 m Ankerkette im Rucksack sind eine ganz schöne Plackerei. Gott sei Dank ist er nicht zerrissen. Ich habe dann die Ankerkette mit einem Verbindungsglied an die alte getackert, so das ich jetzt 50 m Ankerkette habe, um auch in etwas tieferen Buchten ankern zu können.




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