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12. Juni 2026

Nach Möllosund

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Den 11. Juni habe ich faul in Marstrand verbracht. Solang hier noch deutlich Vorsaison ist, lässt es sich sehr gut aushalten, noch kein Rummel und bezahlbare Liegeplätze, die werden am 15.6 deutlich teurer. Ich habe dann bei schönstem Wetter die kleine Wanderung um Marstrand gemacht und ein paar tolle Aussichten genossen.


Für den 12. Juni war dann im Laufe des Tages schlechter werdendes Wetter mit Regen und Schauerböen vorhergesagt. Ich habe daher eine etwas kürzere Route gewählt, die mich nach MölloSund brachte: einen kleinen, auch zur Zeit noch sehr verschlafenen Hafen am gleichnamigen Sund. Seglerisch war sehr abwechslungsreich, mit offenen Sehenschauplätzen. Man muss wirklich höllisch genau aufpassen, denn wenn man mal drei Minuten nicht hinsieht, springt einem ein kleiner Stein direkt vor den Bug...

Aber es gab nicht nur springende Steine, sondern auch wunderschöne enge Passagen, wo man quasi direkt vor der Haustür der Schweden vorbei segelte.

Das Anlegen war auch wieder eine kleine Herausforderung, da hier mit einer Muring Leine gearbeitet wird. Einhand muss man also rückwärts an die Kaimauer fahren, eine Heckleine möglichst schnell festmachen, ohne die Kaimauer zu touchieren, denn die ist immer härter als mein Heck, dann schnell in den Vorwärtsgang und die mistige, modderige Muringleine mit den Händen vorn zum Bug bringen und an der Bugklampe festmachen. Hört sich einfacher an, als es ist. Gott sei Dank hatte ich daran gedacht, Handschuhe anzuziehen.


Möllosund ist ein niedlicher, kleiner Ort mit einem historischen Fischereibereich, wo tatsächlich auch noch Fischerei betrieben wird. Ich habe mir hier beim Fischer ein bisschen geräucherten Lachs und Skagensalat geholt und damit ein leckeres Abendessen gemacht.



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