Morgens um 5:45 ging der Wecker . Ich habe das Schiff aufgeklart, seefest gemacht und bin dann unter Motor losgefahren. Recht bald setzt ein wunderbarer Wind aus der richtigen Richtung ein, und ich konnte bei gemütlichen 2 Windstärken in Richtung süden segeln. An der Stelle, wo der innere Oslofjord besonders schmal wird, kamen mir erst mal zwei riesige Fähren entgegen, eine aus Dänemark, eine aus Kiel. Dann schlief der Wind ein, und ich bin noch 2 Stunden unter Motor weitergefahren.
An der Stelle, wo der Oslofjord sich erweitert, setzte nun langsam der angesagte Südwind ein, d. h. von vorne. Segel wieder gesetzt und losgekreuzt.
Im Laufe des Nachmittags legte der Südwind auf 20 kn zu, sodass ich mit einem Reff im Groß und einer zu einem Drittel weggerollten Genua gegenan bolzen musste. Anfangs war das noch ok, dann wurden die Wellen immer größer, und es hörte langsam auf Spaß zu machen. Ich bin dann näher ans Ufer gefahren, hier waren die Wellen etwas kleiner. Mein eigentliches Ziel Tönsberg Mann, aber vor dem Yachthafen Tönsberg ist eine Brücke, die nur dreimal am Tag aufmacht und den letzten Zeitpunkt hatte ich verpasst. Also ein Alternativ-Ziel suchen. Das war eine kleine Marina auf einer kleinen Insel.Målarø. Hier war dann etwas weniger Wind, und ich konnte mit Hilfe eines Nachbarn an den blöden Fingerstegen festmachen.
Sicher vertäut war ich froh, nach einem inzwischen elfstündigen Segeltag im Hafen zu sein. Dann legte noch ein wunderbares Holzschiff am Nachbarsteg. Es wurde von vier jungen Schweden gesegelt, die mir erzählten, es sei ein Sparkman-Stevens-Riss. Einfach wunderschön. Mit den Schweden habe ich noch ein Bierchen getrunken. Diese sind dann weitergezogen, um in einer Kneipe der norwegischen Fußballnationalmannschaft beim Siegen zuzuschauen. Ich habe mich dann bald in die Koje verholt.





