Ich bin jetzt schon drei Tage in Norwegen. Ich war ein wenig faul mit dem Schreiben des Blogs. Ich bin von Strömstadt aus nach Fredericksburg gesegelt. Kein langer Törn, aber wunderbares Segeln mit perfekten Bedingungen.
In Frederiksburg habe ich in einem Siegelclub festgemacht, der auch ein paar Plätze für Fahrtensegler vorhält. Man sollte vorher anrufen und einen Platz bestellen, was ich auch getan habe. Leider lag genau auf diesem Platz dann ein Holländer mit seinem Wohnwagen. Daneben war ein Platz frei, aber hier habe ich erst mal festgemacht.
Dann kamen freundliche Helfer und sagten mir: „Diesen Platz sollte ich lieber wieder räumen.“ Der Hafenmeister war telefonisch erreichbar und hat mir einen neuen Platz zugewiesen. Als ich da reinwollte, rückwärts, so wie ich es gerne tue, kamen die Leute auf mich zugerannt und sagten: „Halt, halt! Es ist nicht tief genug, so wirst du das Ruderblatt abbrechen.“ Also wieder raus und vorwärts rein! Das war in dieser engen NoxemGasse, bei seitlichem Wind, ohne Buchstrahlruder eine ganz schöne Aktion. Gott sei Dank bin ich inzwischen relativ versiert im Verwenden von meinen Festmachern und Hilfslein. Irgendwann war ich dann in der Box.
Ich habe mir dann das Fahrrad geschnappt und bin durch Frederiksborg geradelt und habe dabei auch die eigentliche Frederiksburg angeschaut. Angeblich eine der größten noch komplett intakten Wehranlagen Skandinaviens mit einem komplett erhaltenen Wall und alten historischen Wohn- und Militärgebäuden. Eigentlich ganz nett, aber sonntagabend war hier auch nicht mehr so viel los. Ich bin dann zurück in die Stadt und habe bei einem Thai ganz lecker gegessen. Ich habe noch überlegt, einen Tag länger in Frederiksburg zu bleiben, bin dann aber doch losgefahren, weil ich eigentlich mehr Lust hatte, zu segeln, nachdem ich schon drei Tage in Strömstad war.
Ich bin dann ca. 20 Meilen weiter in den Oslofjord gesegelt und habe dort in einer wunderbaren, geschützten Ankerbucht eine Nacht verbracht. Ich habe mich hierfür illegalerweise an einer Muringtonne des Norwegischen-Kreuzer-Vereins festgemacht, an der ich eine ruhige Nacht verbrachte. Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich jetzt wieder unterwegs, komme aktuell gerade bei 20 Knoten achterlichem Wind auf dem Oslofjord in Richtung Oskarsborg.






