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23. Juli 2026

Skudeneshavn und Rovaer

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Nach dem Lysefjord bin ich erst einmal mit, nachgezählt 39 Wenden nach Jorpeland gefahren. Jorpelan ist ein ganz netter Hafen mit einer Tankstelle, aber sonst nicht weiter erwähnenswert. Nach einer ruhigen Nacht und voll tanken ging es weiter nach Skudeneshaven. Ein super nettes kleines Hafenstädtchen an der Südspitze der Karmoy-Insel.


Es war wieder ganz schön viel Kreuz, und daher sind die meisten Leute motort. Nur ein Segelboot kreuzte ganz offensichtlich auch in die gleiche Richtung, und natürlich kommt es, wie es kommen muss: Zwei Boote, eine Regatta. Kurz vom Hafen habe ich sie dann überholt. Im Hafen habe ich den letzten Liegeplatz bekommen, und deshalb dieses Pärchen, an meinem Schiff längsseits genommen. Das waren Rasmus und Kay-a, ein ganz nettes Pärchen aus Stavanger.


Da für den nächsten Tag ganz ordentlich Wind angesagt war, haben wir geplant, noch einen Tag in Skudeneshavn zu verbringen. Ich habe an diesem freien Tag eine Exkursion zu einem ehemaligen Wehrmachts-Atlantikwall-Bunker gemacht. Man hat von hier aus wunderbare Sicht über die norwegische Küste, nach Norden bis hin nach Haugesund, nach Süden sicherlich bis der Stavanger. In beiden Richtungen konnte man Ölbohrinseln sehen. Nachmittags war ich dann noch in einem sehr kultigen lokalen Museum und am späten Nachmittag am Süden auf dem Leuchtturm, den ich vorher schon fotografiert hatte. Hier war der Wind inzwischen so stark, dass ich fast von der Klippe geweht wurde.


In Absprache mit Rasmus und Kaja sind wir am nächsten Tag gemeinsam losgesegelt in Richtung Rœvaer. Das war erst eine Kreuz mit ziemlich viel Druck, trotz ersten Reff und halb weggerollter Genua im weiteren Verlauf nachlassendem Wind, aber nicht nachlassender Welle, sodass ich zum Schluss auch den Motor zum Einsatz bringen musste, weil die Welle mich regelmäßig komplett zum Stillstand gebracht hat. Aber nach acht Stunden bin ich dann gut in Rœvaer angekommen.


Rœvaer ist eine Inselgruppe, die zum Teil mit Brücken verbunden, und hat in der Mitte einen Platz für eine kleine Marina. Sehr niedlich und kuschelig. Von hier aus soll es morgen weitergehen in Richtung Hardangerfjord. Morgen soll es anfangen zu regnen, und übermorgen sogar sehr viel Regen und sehr viel Wind. Ich hoffe, dann in irgendeinem gemütlichen Hafen zu sein, die Kuchenbude draufzumachen und nichts davon mitzubekommen.

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